| Der Autohersteller Ford stellt das Pkw-Modell Ford Sierra als Mittelklassefahrzeug her. In Deutschland gibt der Ford Sierra als Nachfolger des Ford Taunus, in England als Nachfolger von Ford Cortina.
Insgesamt wurden in der Zeit zwischen 1982 und 1933 der Ford Sierra 2.700.500 mal produziert und zwar in den Ländern Argentinien, Belgien, Deutschland, Großbritannien, Neuseeland, Südafrika und Venezuela. Zwei Modellreihen wurden jeweils produziert.
In der zeit von 1982 bis 1986 wurde der Ford Sierra ´82 produziert, der bei seiner Einführung noch den Projektamen „Toni“ trug. Bei ihm sorgten das aerodynamische Design sowie das Schrägheck für großes Aufsehen. Die Motorentypen und Getriebe waren dem der Vorgänger ähnlich, neu war bei Ford Sierra ´82 die Hinterachse mit Einzelradaufhängung an Schräglenkern. Ebenfalls gleich war der Hinterradantrieb bei Ford Sierra und seinem Vorgänger. Erst war nur die Schräghecklimousine mit 5 Türen im Angebot, kurze zeit später jedoch folgten die Kombinationen Sierra Turnier bzw. Traveller wie auch der mit 3 Türen ausgestattete Ford. In Deutschland standen für den Ford sechs Motorvarianten und 4 Ausstattungsvarianten zur Verfügung.
Der aus der ersten Serie stammende Ford Sierra ist nicht mehr auf den Straßen zusehen und erlangt zur Zeit einen Youngtimer-Status. Ebenfalls rar sind die so genannten Turnier-Modelle.
Zu Beginn des Jahres 1987 wurde der Ford Sierra ´82 an der Front sowie am Heck erneuert und somit der Ford Sierra ´87 produziert. Ebenfalls überarbeitet wurde der Innenraum wie auch die Verkleidung der Türen. Die Erweiterung zog auch ein klassisches Stufenheck mit sich, bevor 1990 ein weiteres „Facelifting“ vollzogen wurde. So wurden zum Beispiel weiße Blinkergläser vorn, schwarz abgedunkelten Heckleuchten und eine neuer Kühlergrill angebracht. Nun war auch ein modernerer 1,8-l-Turbodieselmotor auf dem Markt erhältlich.
Nachfolger des Ford Sierra wurde im Jahr 1993 der Ford Mondeo.
Im März 1983 wurde der Ford Sierra XR4i auf dem Automobilsalon in Genf vorgestellt.
Ursprünglich sollte der den Nachfolger des Ford Capri werden, jedoch homologierte er sich schon bereits 1983 im Motorsport als XR4Ti. Abgeleitet was das Serienmodell vom Sportcoupé
und war mit einem Köln-V6-Graugußmotor ausgerüstet. Der Hubraum betrug 2772 cm³ und die Leistung lag bei 150 PS. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 211km/h und von 0 auf 100 in 8,4 Sekunden stand der Ford Sierra XR4i zu Buche. Vereinzelt wurden auch Turbosätze für den Ford Sierra XR4i angeboten, durch die die Leistung auf 211 km/h stieg. Da der Ford Sierra XR4i nicht als eigenständiges Sportmodell anerkannt wurde und umfangreiche Werbekampagne im Segment der Sierra-Mittelklasse zu riskant waren, gelang es nicht den Ford Sierra XR4i als Nachfolger des Ford Capri als Sportmodell abzulösen.
Ein anderes Hindernis war der stolze Preis von 29.050 DM, mit dem er seinen Konkurrenten, dem BMW 323i und dem Mercedes 190 E 2.3. sehr nahe kam.
Durch die vielen Rallye- und auch Tourenwagen Siege bei DTM, EM, WM oder BTCC des Ford Sierra XR4i, des Ford Sierra 4x4 und dem Ford Sierra RS Cosworth, erlang der Ford Sierra besonderen Ruhm.
1987 kam der Endpunkt der Erfolge auf sportlicher Seite, beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring mit dem Start-Ziel-Sieg und dem Gewinn 1988 der DTM mit dem Ford Sierra RS 500, gemeinsam mit Klaus Ludwig. |