| Der Ford Granada wurde von 1972 – 1985 von Ford in Dagenham und Köln gebaut. Den Wagen gab es als Limousine, hier als zwei sowie als viertüriges Fahrzeug, Als Coupé gab es ihn als zweitürigen Wagen und in der Kombiversion als Fünftürer. Der Ford Granada war der Nachfolger des Ford der P7 Reihe welche Ford mit den Modellen 20M und 26M beendete. Nach ihm wurde der Ford Scorpio entwickelt. Der Granada gehörte zu der Mittelklasse und war dort sehr weit oben angesiedelt. Auch in den USA gab es einen Ford Granada, dieser sah jedoch völlig anders aus als der Wagen, der in Europa unter dem Namen Granada bekannt war. Der Ford Granada war das luxuriöse Modell und suchte eher nach den Kunden in oberen Klassen. Der Ford Consul welcher fast gleichzeitig auf den Markt kam, zielte auf die Mittelklasse. Unterscheiden konnte man beide Automobile durch die verschiedenen Kühlergrills, genauso wie durch verschiedene Motoren und Ausstattungen. Der Ford Consul wurde meistens mit vier Zylindern verkauft, der Ford Granada jedoch hatte grundsätzlich 6 Zylinder. Beide Modelreihen wurden 1975 zusammengelegt.
Die Entwicklungsphase der Limousinen Variante wurde bereits 1968 begonnen. Nachdem gute 500 Millionen Deutsche Mark investiert wurden, konnte man 1972 den Ford Granada auf einer Automobilmesse, dem Genfer Auto Salon präsentieren. An der Entwicklung waren jedoch nicht nur deutsche Ingenieure beteiligt, sondern auch Englische. Beide hatten schon mehrfach zusammen gearbeitet wie zum Beispiel beim Ford Taunus TC und beim Escort.
Das der Ford Granada sich zukunftsorientiert präsentierte, lag nicht zuletzt am vorderen doppelten Querlenker und ebenfalls an der Einzelradaufhängung, welche an schraubengefederten Schräglenkern angebracht war. Dadurch war die Konstruktion zwar zeitaufwendiger, jedoch auch wesentlich moderner. Durch diese Verbesserungen reichte der Ford Granada auch an teurere Wagen von Mitbewerbern heran. Auch die Sicherheitslenksäule wurde in den Granada eingebaut.
Die V Motoren waren ja bereits bei den früheren Modellen bekannt geworden, hinzu kam hier nur noch ein 3 Liter V Motor, welcher seiner Ursprünge in England hatte. Der Ford Granada in der Coupé Variante hatte zu Anfang einen sogenannten Hüftschwung und wurde daher bis 1974 als Fast Back Limousine geführt. Nach der Begradigung wurde er bis 1977 als Coupé hergestellt und verkauft. 1978 brachte Ford dann den Granada Chasseur heraus, dieser war limitiert, hatte eine Sonderlackierung, 114 PS und bronzefarbenes Colorglass. Im selben Atemzug wurde der Coupé eingestellt und durch eine Limousine mit zwei Türen ersetzt. Diese hielt sich jedoch nicht lange, da die Nachfrage nicht ausreichte, 1981 wurde auch der Bau der Limousine eingestellt. Bis zum März 1985 wurde die Limousine mit vier Türen hergestellt, ebenfalls als Kombi Turnier. Hiervon wurden 1619 Millionen Fahrzeuge verkauft. Danach lief 1985 der letzte Granada vom Band und wurde endgültig vom Ford Scorpio abgelöst. Im Vereinigten Königreich nutzte Ford jedoch den Namen Granada noch bis 1994 weiter, da er dort ein sehr gutes Image vertrat. |